Geschichte

Ein modernes und traditionsreiches Unternehmen

Wir blicken auf eine 175-jährige Tradition als Stahlhersteller mit einer entsprechend breiten Erfahrung zurück. 

Einige Schlüsseldaten unserer Firmengeschichte: 

2017Seit 175 Jahren produziert die Swiss Steel als grösstes Recycling-Unternehmen der Schweiz erfolgreich Stahl.
2016Modernisierung der Drahtfertigung: Neues Coil-Handling und neue hochmoderne Bundpresse. Ein entscheidender Schritt in Richtung Industrie 4.0
2015 Der Frankenschock trifft die Swiss Steel als Exporteur hart. Management und Mitarbeitende bekommen die Folgen des teuren Schweizer Frankens in gemeinsamer Anstrengung in den Griff, ohne Stellen abbauen zu müssen.
2014 In diesem Jahr produzierte das Stahlwerk 628'000 Tonnen, was der höchsten bisher hergestellten Menge entspricht. Zudem können neu 13.5 Meter Knüppel verarbeitet werden.
Die Swiss Steel AG ist nach ISO 50001 "Energiemanagement" zertifiziert.
2013 Um den Energieverbrauch und die Produktivität im Stahlwerk zu optimieren, wird der Lichtbogenofen umgebaut.
Die Investitionsgesellschaft Renova wird Hauptaktionärin der Schmolz+Bickenbach AG.
2012 Wegen Produktionssteigerungen wird im Walzwerk die Speditions- und Lagerhalle verlängert. Die LKW-Verladestellen werden mit dieser Massnahme verdoppelt.
2011 Die neue Zu- und Abluftanlage des Walzwerks wird in Betrieb genommen.
Die Swiss Steel AG ist nach OHSAS 18001 "Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz" zertifiziert.
2010 Die Produktionsmenge kann wieder auf 600'000 Tonnen erweitert werden.
2009 Die Weltwirtschaftskrise lässt die Produktion auf unter fünfzig Prozent schrumpfen.
2007 Die Gruppe erwirbt den amerikanischen Stahlhersteller Finkl&Sons und den kanadischen Hersteller Sorel Forge. Die von Moos Stahl AG wird in SWISS STEEL AG umbenannt.

2004-2006

Die Schmolz+Bickenbach erwirbt nacheinander die Edelstahlwerke Südwestfalen, die Edelstahl Witten-Krefeld und den französischen Edelstahlhersteller Ugitech. Die Einbringung der Verarbeitungs- und Distributionsaktivitäten in die Swiss Steel bringt die Änderung des Gruppennamens in SCHMOLZ+BICKENBACH AG mit sich. Die Aktienmehrheit der Stahl Gerlafingen wird an die italienische Beltrame Gruppe abgetreten, vier Jahre später erfolgt die vollständige Trennung.
2005 Ein Jahrhundert-Hochwasser legt im August die Produktion während vier Wochen lahm. Die Schäden sind in zweistelliger Millionenhöhe, es kommen Zweifel ob der Zukunft der Firma auf. Aber Belegschaft und Management lassen sich nicht demoralisieren und durch ausserordentlichen persönlichen Einsatz eines jeden befreien sie das Werk von Schlamm und Wasser und reparieren oder ersetzen beschädigte Anlagen Tag und Nacht. Die Firma wird gerettet.
2003 Die deutsche Stahlhandelsfirma SCHMOLZ+BICKENBACH AG übernimmt die Aktienmehrheit der Swiss Steel. Somit tut sie den ersten Schritt in Richtung eines ganzheitlichen Stahlanbieters mit Produktion, Verarbeitung und Distribution aus einer Hand.

1999-2005

Ein neuer Elektro-Lichtbogenofen geht 1999 in Betrieb, 2002 erfolgt die Modernisierung des Pfannenofens und 2005 geht die Vakuumanlage in Betrieb. Im Walzwerk wird 2002 ein 5-gerüstiger, 3-Walzen Reduzier- und Kalibrieblock in Betrieb genommen. Ein Quantensprung in Produktivität und Qualität ist die Folge.
1998 Eine neue dreiadrige Stranggussanlage geht in Betrieb. Sie wird in 2007 umgebaut und auf vier Stränge erweitert. Dadurch wird die Knüppel-Produktion markant gesteigert.
1996 Die Blankstahlproduktion wird aus der von Moss Stahl ausgegliedert und in die neu entstandene STEELTEC AG eingebracht.
1996 Die Banken, Kreditgeber beider Firmen, lassen sich nicht zuletzt unter dem Einfluss der Geschäftsleitung von Von Roll für eine andere Strategie einspannen. Sie machen von Moos durch die Forderung zur kurzfristigen Rückzahlungen von längerfristigen Krediten gefügig und zwingen von Moos im Rahmen des Bankendeals zur Übernahme der sanierungsbedürftigen Von Roll. Die Banken übernehmen von Moos und Von Roll und damit das Zepter und gründen die Swiss Steel AG, die andere Ziele verfolgt als von Moos, was zum freiwilligen Ausscheiden von André von Moos und zum Ende des Familienunternehmens von Moos führt. Die Swiss Steel Gruppe kontrolliert mit der von Moos Stahl AG und der Stahl Gerlafingen AG (ehemalige Von Roll) die Stahlproduktion in der Schweiz.
1995 Unter der Leitung von André von Moos, Sohn von Walter von Moos und seit 1992 Direktionspräsident, schliesst die von Moos-Gruppe mit Gewinn ab. Der Turnaround ist einmal mehr geschafft - vorab dank der Konzentration der Produktion auf Qualitätsstähle.
1988 Erstmalige Qualitätszertifizierung nach ISO 9001
1987 Die von Moos-Gruppe erhält eine Holding-Struktur, deren Leitungsorgan die von Moos Holding AG ist. Die von Moos Stahl AG wird, zusammen mit ihren bisherigen Tochtergesellschaften der von Moos Holding AG unterstellt.
1980 Ein kombiniertes Stab- und Drahtwarmwalzwerk nimmt auf dem Littauerboden den Betrieb auf. Das für 123 Millionen Franken in zwei Jahren erstellte Werk ist das modernste seiner Art in Europa. Es ermöglicht zusammen mit der Modernisierung des Stahlwerks, die Abhängigkeit von billigen Massenstählen zu mindern.
1973 Unter der Leitung von Walter von Moos wird von Moos neu organisiert und für die Zukunft gerüstet. Von Moos ist jetzt der grösste Industriebetrieb des Kantons Luzern mit Schweizer Wurzeln und Firmensitz im Kanton Luzern. Es entstehen unter dem von Moos-Dach 35 Gesellschaften in der Schweiz, in Europa und in den USA, was mithelfen soll beim Überstehen der 1975 ausgebrochenen Stahlkrise. Die AG der von Moos'schen Eisenwerke wird in "von Moos Stahl AG" umbenannt und das Aktienkapital schrittweise erhöht. von Moos beschäftigt schliesslich über 2000 Mitarbeitende.
1970 Ein neuer Elektrostahlofen von BBC und Krupp geht in Betrieb. Er hat ein Fassungsvermögen von 65 Tonnen Schrott.
1963 Weltpremiere: Erstmals wird eine Tonne Stahl in der Bogenkokille gegossen. Die Weltneuheit ist bei von Moos entwickelt worden. Sie erübrigt hohe und teure und letztlich unrationelle Giesstürme. Die weltweit geltende Verkaufslizenz wird an die Zürcher Firma Concast AG verkauft.
1959 Als erstes schweizerisches Stahlwerk baut von Moos eine moderne Concast-Einstrang-Giessmaschine, mit der ab 1959 die Knüppel kontinuierlich gegossen werden können.
1955 Eine automatisierte Drahtstrasse im Walzwerke geht in Betrieb. Das Gewicht der Drahtrollen kann von 30 auf 200 Kilo erhöht werden.
1946 von Moos beginnt mit der Produktion eines kalt verwundenen Betonstahls mit Profil nach österreichischen Patenten. Torstahl wird zu einem Erfolgsprodukt und zum Hauptgewinnträger.

1939-1945

Während des Krieges erweitert von Moos die Produktepalette und stellt erstmals anspruchsvollere Qualitätsstähle her.

1938-1941

Angesichts der internationalen Konfliktlage beantragt Ludwig von Moos den Bau eines modernen Elektro-Stahlwerks. Es kann Ende 1939 den Betrieb aufnehmen und hilft entscheidend mit, die Schweiz während des Zweiten Weltkriegs hinreichend mit Stahl zu versorgen.
1928 Ein Labor sorgt ab jetzt für Qualitätssteigerung und -sicherung.
1927Die Herstellung von Betoneisen wurde zur wichtigsten und tragenden Massenproduktion.
1919 Zum ersten Mal geht ein Elektroofen zur Stahlerzeugung in der Emmenweid in Betrieb. Weil das Kriegsende einen Zerfall der Eisenpreise zur Folge hat, muss er 1924 wieder stillgelegt werden.
1911 Das Siemens-Martin-Stahlwerk muss wegen Billigimporten vor allem aus Deutschland, aber auch infolge technischer Probleme schliessen. Das Walzwerk bezieht das Rohmaterial (Knüppel) jetzt aus dem Ausland.
1893 Neues Walzwerk mit Elektromotoren statt Dampfmaschinen. Die hüttentechnische Weltneuheit findet in Fachkreisen grosse Beachtung.
1888 Das erste effektive Stahlwerk entsteht, das nach dem Verfahren Siemens-Martin künftig 70% Schrott und 30% Roheisen zu Stahl verarbeitet.
1853 Auf dem Areal der Emmenweid in Emmenbrücke geht die erste von Moos-Eisenerzeugungsanlage samt Walzwerk in Betrieb. Die damalige Eisenherstellung brauchte viel Holzkohle. Die Gebrüder von Moos kauften daher in Schwarzenberg ausgedehnte Waldungen, in denen sie eine eigene Köhlerei aufbauten. Die Wälder gehören noch heute einer von Moss-Familienstiftung.
1850 Die Gebrüder von Moos kaufen in Emmenbrücke die Papierfabrik Emmenweid samt deren Wasserrechtskonzession an der Kleinen Emme.
1842 Die Gebrüder von Moos kaufen auf der Reussinsel unterhalb der heutigen St. Karli-Brücke in Luzern eine Getreidemühle mit Wassernutzungsrecht und richten darin einen Drahtzug und eine Stiftenfabrik ein. Die von Moo'schen Eisenwerke sind geboren.